Facebook Werbung: In fünf Schritten zur perfekten Facebook Anzeige

Pfeil mit Facebook Symbol als Symbol für das Targeting

Mitten ins Schwarze…oder Rote! Über Facebook erreichst du deine Zielgruppe dank zahlreicher Targeting-Optionen ziemlich treffsicher. Doch gibt es auch einige Fallen auf dem Weg zur perfekten Facebook Werbung. © Digitalgenossen

Mit Facebook Werbung kannst du allein in Deutschland 28 Mio. Nutzern erreichen. Und das zielgruppengenau. Wie? Anhand riesiger Mengen von Informationen und persönlicher Daten, die das Netzwerk von seinen Nutzern kennt.

Damit du und dein Unternehmen davon profitieren können, muss jedoch einiges beachtet werden. Wie du in fünf Schritten zur perfekten Facebook Werbung kommst, zeigen wir dir hier.

Schritt 1: Ziel der Facebook Werbung bestimmen

Facebook-Menü

So beginnst du mit der Erstellung deiner Facebook Werbung: Klick auf den kleinen Pfeil in der Headerleiste und anschließend auf „Werbeanzeige erstellen“

Facebook hält eine Menge Optionen bereit, deine Inhalte zu bewerben. Überleg deshalb zunächst, welche Ziele du mit der Anzeige erreichen möchtest. Facebook bündelt die Möglichkeit in drei Kategorien: Bekanntheit, Beachtung, Conversion. Hier eine Übersicht der Optionen sowie jeweils eine kurze Erklärung:

  • Bekanntheit für dein Unternehmen:
    • „Bewirb deine Beiträge“
      Du bewirbst einen deiner Facebook-Posts, der bereits besteht oder den du neu erstellst.
    • „Hebe deine Seite hervor“
      Hier erstellst du eine Anzeige, um „Gefällt mir“-Angaben für deine Seite zu sammeln.
    • „Erreiche Menschen in der Nähe deines Unternehmens“
      Mache Werbung gezielt für Leute in der Nähe deiner Niederlassung.
    • „Markenbekanntheit steigern“
      Werbung wird an Zielgruppen ausgespielt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit deine Inhalte „liken“ und dadurch als Multiplikatoren dienen
  • Beachtung erzeugen
    • „Leite Menschen auf deine Webseite“
      Teile deine Webseite in einer Anzeige inklussive Call-to-Action Button
    • „Erhalte mehr Installationen deiner App“
      Werbeanzeige für deine Apps mit direktem Link in den App-Store bzw. zu Google Play
    • „Sorge für mehr Teilnehmer bei deiner Veranstaltung“
      Werbung für ein Event, welches du auf Facebook eingestellt hast
    • „Videoaufrufe erhalten“
      Gesponserter Post mit einem hochgeladenen Video
    • „Leads für dein Unternehmen“
      sammeln Erstelle eine Anzeige, deren Call to Action Button auf eine Seite mit Formular führt. Hier füllen interessierte Nutzer ihre Kontaktdaten ein, die dir anschließend übermittelt werden
  •  Conversion
    • „Steigere Conversions auf deiner Webseite“
      Leite Nutzer auf deine Webseite, um gewünschte Handlungen zu vollziehen – z.B. um ein Produkt anzusehen.
    • „Erhöhe die Interaktion in deiner App“ Leite Facebook-Nutzer auf eine bestimmte Seite deiner App (Smartphone und Tablett)
    • „Bringe Menschen dazu, dein Angebot in Anspruch zu nehmen“
      Leite Nutzer direkt zu deinen Angebotsseiten auf deiner Webseite oder Online-Shop
    • „Produktkatalog bewerben“
      Erstelle zunöchst einen persönlichen Katalog auf Facebook und im Anschluss die Kampagne. Optimalerweise zeigt Facebook später bestimmten Zielgruppen, die passenden Produkte an.
    • „Bringe Personen dazu, deine Geschäfte zu besuchen“
      Bewirb deine Unternehmensstandorte jeweils in einem wählbaren Umkreis.

Nachdem du dich für ein Anzeigenformat Werbeanzeigenmanager entschieden hast, geht es an die Auswahl der Zielgruppe deiner Facebook Werbung. Bei deiner ersten Facebook Anzeige musst du in einem Zwischenschritt zunächst die Informationen deines Facebook-Werbekontos eingeben: Land, Währung, Zeitzone und Name des Werbekontos.

Ziele der Facebook Werbung

Auf einen Blick: Diese Ziele kannst du mit deiner Facebook Werbung erreichen.

Schritt 2: Targeting deiner Facebook Werbung

Mit dem Targeting sorgst du dafür, dass deine Anzeige genau die richtigen Facebook Nutzer erreicht. Während des gesamten Prozesses der Zielgruppendefinition zeigt dir Facebook in der rechten Seitenleiste eine Einschätzung bezüglich der Zielgruppengröße und der täglichen Reichweite. Falls du in der Vergangenheit bereits Facebook Werbung für eine passende Zielgruppe geschaltet hast, kannst du auf die gespeicherten Einstellungen zurückgreifen.

Brauchst du für deine Anzeige eine neue Zielgruppe, kannst du erstens ein Custom Audience einrichten. Dabei kannst du zum Beispiel E-Mail-Daten nutzen, um Werbung in Facebook zu adressieren oder deine Werbeanzeige gezielt an Besucher deiner Webseite ausspielen. Mit diesem Thema werde ich mich später in einem eigenen Blog-Beitrag befassen.

zielgruppe-facebook-werbung

Während dem Targeting deiner Facebook Anzeige, siehst du in der rechten Seitenleiste die geschätzte Reichweite.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die Target-Optionen von Facebook zu nutzen. Mach dir dafür zunächst einmal Gedanken darüber, was du von deiner Zielgruppe weißt: Kennst du ihr Alter? Wohnt dein Wunschpublikum an einem bestimmten Ort oder hat einen solchen gerade besucht (z.B. ein Festival)? Ist deine Zielgruppe eher männlich oder weiblich? Diese Informationen erfasst du im ersten Abschnitt des Targetings.

Wichtig: Unbedingt solltest du hier außerdem die Sprache und das Land deiner Zielgruppe festlegen. Fehlen diese Infos, kommt es häufig zu seltsamen Likes und Kommentaren von Nutzern aus dem arabischen Ausland.

Im nächsten Abschnitt, der „Detaillierten Zielgruppenauswahl, präzisierst du anschließend die Targeting-Angaben deiner Facebook Werbung. Hier kannst du entweder direkt bestimmte Eigenschaften deiner Zielgruppe eintragen oder in den folgenden vorgeschlagenen Kategorien stöbern:

  • Demografische Angaben: z.B. Verdienst, Bildung, Generation, Eltern
  • Interessen: z. B. bestimmte Branchen, Fitness, Unterhaltung
  • Verhalten: z. B. digitale Aktivitäten, Konsumentenklassifizierung, Wohneigentum
  • Weitere Kategorien: z. B. Fast Food, Nagelpflege

Mehrfachnennungen sind dabei auch in verschiedenen Kategorien möglich.

Beim Punkt „Verbindungen“, dem letzten Schritt des Targetings, kannst du anschließend das Publikum deiner Facebook Anzeige auf Personen begrenzen, die deine Facebook-Anzeige bereits mit „Gefällt mir“ markiert, an einer deiner Facebook-Veranstaltungen teilgenommen oder deine App benutzt haben. Ebenfalls lässt sich diese Gruppe ausschließen. Daneben besteht die Möglichkeit, Freunde entsprechender Personen auszuwählen. Das bietet sich an, da Freunde oft Interessen teilen. Auch wenn das im wahren Leben eher der Fall ist, als bei Facebook-Freunden.

Tipp: Eine Übersicht über alle Targeting-Optionen bei Facebook erhältst du in diesem praktischen PDF von Felix Beilharz.

Schritt 3: Platzierung der Facebook Anzeige

Nun entscheidest du, an welchen Orten deine Facebook Werbung ausgespielt wird. Entweder du nutzt die automatische Platzierung – von Facebook empfohlen – oder du wählst selbst aus, auf welchen Geräten (Smartphone, Tablett oder Computer) und Plattformen, deine Anzeige erscheint. Zur Wahl stehen Facebook, Instagram sowie das Audience Network, mit dem deine Anzeige auch außerhalb von Facebook auftaucht, zum Beispiel in Apps oder auf anderen Webseiten. Letzte Einstellung bietet sich an, wenn du eine relativ breite Zielgruppe ansprechen möchtest.

Schritt 4: Budget und Zeitplan der Facebook Werbung

Abbildung des Menüs zur Wahl der Art des Budgets deiner Facebook Anzeige

Beim Budget deiner Facebook Anzeige entscheidest du zwischen einem Betrag für die gesamte Laufzeit oder für einen Tag.

Budget deiner Anzeige wählen

Beim Budget stehen dir grundsätzlich zwei Varianten zur Verfügung: das Laufzeitbudget und das Budget pro Tag. Beim ersten Modell wählst du ein Tagesbudget. Der Gesamtbetrag deiner Kosten setzt sich demnach aus diesem Betrag multipliziert mit der Anzahl der Tage zusammen, die deine Facebook Werbung geschaltet sein soll. Zwar kann der täglich ausgegebene Betrag variieren, im Endeffekt werden deine Ausgaben aber das kalkulierte Gesamtbudget nicht überschreiten. Ich empfehle das Tagesbudget, falls deine Anzeige auf unbestimmte Dauer ausgespielt werden soll.

Bei Variante zwei, dem Laufzeitbudget, ist dies nicht möglich. Hier musst du einen bestimmten Zeitraum definieren. Das Gesamtbudget wird dann auf die einzelnen Tage deiner Facebook Kampagne aufgeteilt. Dieses Modell bietet sich vor allem bei kurzzeitigen Aktionen an. Klarer Vorteil bei Laufzeitbudgets: Nur hier kannst du einen Werbeplan anlegen, mit dem du die Tageszeit steuerst zu der deine Facebook Werbung angezeigt wird. Aber dazu später.

Personengruppe für deine Facebook Werbung

wählen Klicke nun auf „Erweiterte Optionen anzeigen“, denn hier verstecken sich zum Teil wertvolle Möglichkeiten. Zunächst kannst du entscheiden, an welche Personen Facebook deine Facebook Werbung anzeigt:

  • „Klick auf Links“
    Facebook liefert deine Anzeige an besonders klick-freudige Personen aus.
  • „Impressionen“
    Das Soziale Netzwerk zeigt deine Werbung so oft wie möglich.
  • „Tägliche Reichweite von Einzelpersonen“
    Deine Facebook Werbung wird Nutzern einmal pro Tag angezeigt

Gebot und Kontobelastung

Anschließend wählst du den Gebotswert für deine Anzeige, also den Preis, den dir die Impression oder eine Nutzeraktion (z. B. Klick auf einen Link) Wert ist. Das geht entweder automatisch oder manuell. Entscheidest du dich für die manuelle Variante orientierst du dich am besten am Vorschlagswert von Facebook. Für den Anfang und bis du ein Gefühl für Facebook Werbung entwickelt hast, rate ich dir jedoch zur automatischen Gebotswahl.

Im nächsten Schritt kannst du dich dann entscheiden, ob du pro Impression deiner Anzeige oder je Klick auf einen Link zahlen möchtest. Die Wahl hängt in der Regel von der Art deiner Facebook Werbung ab.

Werbezeitplan deiner Facebook Anzeige

Eine Option, zu der ich dir dagegen auf jeden Fall rate, ist die manuelle Werbezeitplanung. Mit ihr kannst du bestimmen an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten deine Anzeige ausgespielt wird. Je nach dem, wie gut du deine Zielgruppe kennst, kann das sehr hilfreich sein. Zwei Beispiele:

  1. Wenn du mit deiner Werbung Studenten ansprechen möchtest, verzichtest du auf die Zeit zwischen 6 uhr morgens und 11 Uhr, da Teile deiner Zielgruppe hier noch im Bettchen liegen und sich von der harten Nacht erholen.
  2. Ist deine Zielgruppe berufstätig, entscheide dich am besten für eine Ausspielung ab 17 Uhr. Die Adressaten haben dann Feierabend und befassen sich eher mit ihren Sozialen Netzwerken, als während der Arbeitszeit.

Bevor es an die Gestaltung deiner Facebook Werbung geht, wählst du für die Kampagne nun noch einen prägnanten Namen, den du später wiederkennst.

Schritt 5: Facebook Anzeige gestalten

Abbildung der optischen Gestaltungsmöglichkeiten deiner Facebook Werbung

Hübsche deine Facebook Werbung auf – wahlweise mit einem oder mehreren Bildern, einem Video oder einer Canvas (engl. für Leinwand).

Auch für Facebook Werbung gilt: das Auge isst mit. Willst du, dass deine Werbeanzeige geklickt wird, solltest du deshalb für eine ansprechende Optik sorgen. Dafür legst du nun zunächst den Eyecatcher fest – ein Bild, eine Slideshow mit mehreren Bildern oder falls vorhanden ein Video.

Bewegtbild eignet sich besonders gut, da du dem Betrachter damit direkt eine Geschichte erzählen kannst – direkt, unkompliziert und ohne Umweg.

Natürlich hat man nicht immer ein passendes Video zur Hand. Dann greift man eben auf Bilder zurück. Wichtig dabei: Wähle kein Motiv mit vielen Details, denn gerade bei mobiler Ansicht sind diese nicht mehr erkennbar. Achtet außerdem darauf nur Bilder vom guter Qualität und im richtigen Format zu nutzen. Eine Übersicht über die richtigen Bildgrößen für die verschiedenen Anzeigenformate finden sie im Leitfaden für Werbeanzeigen direkt bei Facebook. Wichtig bei der Bildauswahl ist außerdem, darauf zu achten, wie hoch der Anteil der Schrift auf dem Motiv ist. Zwar existiert die 20 % Regel nicht mehr, doch begrenzt Facebook weiterhin die Reichweite von Werbeanzeigen mit Bildern, die viel Text enthalten. Von daher: Wer eine hohe Reichweite will, sollte weiterhin sparsam mit Texten auf Bildern sein!

Jetzt wählst du den Absender der Anzeige – also deine Facebook Seite. Großer Vorteil davon ist, dass dem Betrachter dadurch direkt ein „Gefällt mir“-Button für deine Seite angezeigt wird. Neben dem eigentlichen Ziel deiner Facebook Werbung kannst du so ein zweites Mal profitieren.

Vorschau einer Facebook Anzeige

Während du deine Facebook Anzeige gestaltest, zeigt dir Facebook eine Vorschau des Layouts.

Je nach Anzeigenart wählst du nun das Ziel (z. B. Link zu deiner App oder Landing Page) und den Text (z. B. „Mehr dazu“) deines Call-to-Action-Buttons. Falls gewünscht, kannst du auch ein Canvas (englisch für Leinwand) gestalten, welches dann als Landing Page deiner Anzeige dient. Der Erstellung dieser Leinwände werde ich bald einen eigenen Blog-Beitrag widmen.

Nun verfasst du einen knackigen Text für deine Anzeige, bestehend aus Text und Teaser. Knackig bedeutet, halte dich kurz und bringe deine Botschaft auf den Punkt. Zeige dem Leser in wenigen Worten den Mehrwert deines Produkts oder deiner Dienstleistung. Als Werbetexter empfehle ich dir außerdem eine aktivierende Ansprache (Beispiel: Lesen Sie diesen Artikel und erfahren Sie, warum…). Abhängig von der Art der Werbeanzeige hast du natürlich auch unterschiedliche Vorgaben für die Zeichenzahl. Auch diese findest du im Facebook-Leitfaden für Werbeanzeigen.

Dann ist es geschafft. Du kannst deine Facebook Werbung nun aufgeben. Mein letzter Tipp: Prüfe zuvor, ob du wirklich die richtigen Einstellungen gewählt hast und wie die Anzeige ausgegeben wird. Den Button dafür siehst du direkt neben dem zum Absenden der Bestellung.

Brauchst du Hilfe beim Thema Facebook Ads?

Melde dich einfach bei den Digitalgenossen. Wir beraten und unterstützen dich gerne auf dem Weg zur perfekten Facebook Werbung. Ruf an unter +49 6131 55302-0 oder schreibe uns eine E-Mail.

 

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